Kolloquium Paris-Berlin
20. - 22. November 2003, Berlin
Am 21. November 2003 findet auf Einladung des Vorsitzenden
der deutsch-französischen Parlamentariergruppe das 3. Parlamentarier-Kolloquium
"Paris - Berlin" statt. In Berlin werden Arbeitssitzungen
zum Thema
"Die Auswirkungen des unterschiedlichen
Familienrechts auf gemischte Ehen in Deutschland und in Frankreich
- Ansatz für eine Harmonisierung der Rechtssysteme?"
stattfinden. Das Kolloquium Paris-Berlin, das seit dem Jahr
2000 die Tradition des Kolloquiums "Charlemagne" fortsetzt,
greift damit einen der zentralen Punkte aus der gemeinsamen
Erklärung der Regierungen beider Länder zum 40. Jubiläum der
Unterzeichnung des Elysée-Vertrages auf.
Die Arbeitssitzungen sollen mit einer Einführung in die Thematik
und die Darstellung der beiden unterschiedlichen Rechtssysteme
beginnen. Im Anschluss werden die Auswirkungen des unterschiedlichen
Familienrechts auf gemischte Ehen in Deutschland und Frankreich
erörtert. Bei diesem Themenblock stehen sowohl die rechtlichen
und tatsächlichen Voraussetzungen und Folgen von Ehescheidungen
in beiden Staaten als auch die unterschiedliche Definition
des "Kindeswohl" zur Diskussion. Im Anschluss soll die Zielsetzung
und Arbeitsweise der deutsch-französischen parlamentarischen
Mediatorengruppe dargestellt werden.
Die Diskussion wird mit deutschen und französischen Vertretern
aus Politik und Wissenschaft, mit Experten der zuständigen
Ministerien, mit Richtern oberster Familiengerichte sowie
mit Verantwortlichen von in diesem Problemkreis engagierten
Verbänden geführt.
Vorläufiges Programm
Freitag, 21. November 2003:
| 10.00 Uhr |
Eröffnung durch den Vizepräsidenten
des Deutschen Bundestages Dr. Norbert Lammert
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| 10.00 - 12.30 Uhr |
Erste Arbeitssitzung im Europa-Saal des Paul-Löbe-Hauses
Einführung in das Thema:
- Deutschland und Frankreich als Motor der europäischen
Integration - zwei Rechtssysteme im Vergleich
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| 10.15 Uhr |
- Geschichte und Bestandsaufnahme zweier Rechtssysteme
und deren Auswirkung auf das tägliche Leben der Bürger
-
Prof. Dr. Ansgar Staudinger,
Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht,
Internationales Privat-, Verfahrens- und Wirtschaftsrecht
- Prof. Alice Tisserand-Martin,
Universität Robert-Schumann, Strasbourg
- Dr. Jekewitz, Vorsitzender
der dt.-frz. Juristenvereinigung (angefragt)
- Mme Béatrice Biondi, Justizministerium
(Frankreich)
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| 11.15 - 12.30 Uhr
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- Unterschiedliche zivilrechtliche und öffentlich-rechtliche
Gesetzessystematik
- rechtliche und tatsächliche Voraussetzung und Folgen
von Ehescheidungen in beiden Staaten
-
Dr. Meo-Micaela Hahne,Vorsitzende
Richterin des XII. Zivilsenats am BGH:
Einführung in die Praxis: Familienrecht und Scheidung
an einem Fallbeispiel
- M. Olivier De Blay De Gaix,
Familienrichter (Frankreich)
- Zielsetzung der Rechtsangleichung zwischen Deutschland
und Frankreich in der Erklärung der Regierung aus Anlaß
des 40. Jahrestags der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages
vom 22. Januar 2003
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| 12.00 Uhr |
Pressetermin
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| 12.30 - 15.00 Uhr |
Mittagspause
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| 15.00 - 16.00 Uhr |
Zweite Arbeitssitzung im Europa-Saal des Paul-Löbe-Hauses
Thema:
- Die Auswirkungen des unterschiedlichen Familienrechts
auf gemischte Ehen in Deutschland und in Frankreich
-
MDG'n Rosemarie Adlerstein, Bundesministerium
der Justiz
- Mme Sonya Djemni-Wagner,
Justizministerium (Frankreich)
- Familienrecht und Kindeswohl in Frankreich und Deutschland
- Dr. Gerhard Schomburg, Referatsleiter,
Bundesministerium für Justiz
- Sorge- und Umgangsrecht für Kinder aus "gemischten Ehen"
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| 16.00 Uhr |
Kurze Kaffeepause
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| 16.15 - 18.30 Uhr |
Fortsetzung der Arbeitssitzung
- Zielsetzung und Arbeitsweise der deutsch-französischen
Mediatorengruppe
- Ergebnisse der deutsch-französischen Mediatorengruppe
-
Frau Evelyne Gebhardt, Europaabgeordnete
und Mitglied der Mediatorengruppe
- M. Alain Mancini, Überseeministerium,
Büro der französischen Mediatorengruppen
- Herr Klaus Sprick, beisitzender
Richter des XII. Zivilsenats am BGH
- M. Olivier De Blay De Gaix,
Familienrichter (Frankreich)
- Mme Catherine Sion, Justizministerium
(Frankreich),
- Engagement nationaler Verbände zur Unterstützung betroffener
Familien
- Birgit Sitorus, Verband binationaler
Familien und Partnerschaften e.V.
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| 18.30 Uhr |
Zusammenfassung des Kolloquiums und Aussicht auf die
Zukunft
Ende der Sitzungen |
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